Bequemlichkeit: Der freundlichste Feind deiner Entwicklung
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir offen über das Thema Bequemlichkeit – und warum genau sie der größte Feind unserer persönlichen Entwicklung ist. Wir teilen eine entwaffnend ehrliche Hörer-Nachricht, analysieren die fünf Gebote der Bequemlichkeit und zeigen, wie Komfort uns oft mehr zurückhält als jede Krise. Dabei trennen wir klar zwischen nötiger Erholung und lähmender Bequemlichkeit und erklären, warum echte Veränderung immer Bewegung – innerlich wie äußerlich – verlangt. Wir nehmen dich mit auf die Suche nach den wahren Ursachen für Stillstand und geben dir handfeste Impulse, wie du den Kreislauf der Aufschieberitis durchbrichst. Am Ende wartet eine konkrete Aufgabe, mit der du heute noch in die Umsetzung kommst – denn Entwicklung beginnt mit der ersten kleinen Bewegung.
Viktor Frankl
[https://de.wikipedia.org/wiki/Viktor_Frankl]
Logotherapie
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Zwei-Minuten-Regel
[https://de.wikipedia.org/wiki/Getting_Things_Done#Die_2-Minuten-Regel]
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu unserer heutigen Podcast-Folge mit dem Thema Bequemlichkeit.
00:00:07: Bequemehmlichkeit, ihr Lieben!
00:00:08: Das ist der freundlichste Feind deiner Entwicklung.
00:00:11: Ohoho, Bequemedigkeit ja und ich möchte heute mit einer Nachricht anfangen die uns vor ein paar Wochen eingegangen ist.
00:00:19: natürlich anonymisiert versteht sich von selbst und sie ist so entwaffnend ehrlich dass ich es fast bewundere.
00:00:28: Ja, leg mal los.
00:00:29: Also
00:00:30: ich fasse es mal frei zusammen.
00:00:32: da steht Ich hätte Interesse an einer Begleitung von Ihnen.
00:00:37: Wichtig ist mir dass es schnell geht.
00:00:40: Kosten möchte ich möglichst klein beziehungsweise keine haben.
00:00:45: größere Umstellungen in meinem Alltag sind schwierig Herausforderungen denen stelle ich mich eher ungern.
00:00:55: Können Sie mir bitte so ein Angebot ausarbeiten, dass ich es einfach nur noch anwenden muss?
00:01:03: Das stand wortwörtlich drin.
00:01:06: Genau!
00:01:07: Am liebsten vorgekaut.
00:01:08: Genau am liebste vorgekat.
00:01:10: und weißt du was mein erster Impuls war?
00:01:15: Ich musste echt lachen... Und mein zweiter Impuls war Respekt.
00:01:21: Respekt.
00:01:22: jetzt bin ich gespannt.
00:01:23: Ja Respekt weil dieser Mensch hingeschrieben hat, was gefühlt.
00:01:29: Ich schätze mal so.
00:01:30: circa neunzig Prozent der Menschen denken aber niemand aufschreibt und das ist keine Ausnahme!
00:01:37: Das ist quasi eine Grundhalte unserer Zeit einmal ganz unverblümt und ungeschminkt.
00:01:44: Genau deshalb machen wir heute keine Folge über einen einzelnen Menschen.
00:01:48: Wir machen eine Folge über eine Kraft über eine sehr freundliche, sehr geduldige, sehr gut getante Kraft.
00:01:55: Gutgetannte,
00:01:56: supergutgetante.
00:01:57: Genau und die im Leben von Millionen Menschen mehr verhindert als jede Krise.
00:02:04: Fünf Sätze stecken in dieser Nachricht.
00:02:08: Fünfsätze, die ich die fünf Gebote der Bequemlichkeit nenne.
00:02:13: Das klingt
00:02:14: gut!
00:02:14: Erstens es muss schnell gehen.
00:02:16: Zweitens ist darf nichts kosten.
00:02:19: Drittens Bewegen möchte ich mich auch nicht.
00:02:22: Viertens, einer Herausforderung möchte ich nicht stellen.
00:02:27: und fünftens es soll mir bitte alles mundgerecht serviert
00:02:30: werden.".
00:02:31: Dann nehmen wir uns doch mal alle fünf heute einzeln vor und am Ende der Folge wirst du hoffentlich verstehen warum wir sagen die Quemlichkeit ist der größte feindmenschliche Entwicklung weit gefährlicher als die Faulheit mit der man sie so gern verwechselt hat.
00:02:47: Ja, aber bevor wir tiefer gehen Andreas müssen wir eine Grenze ziehen.
00:02:53: Weil ich in unserer Szene natürlich ständig erlebe dass Menschen Erholung mit Bequemlichkeit verwechseln und sich dann auch noch schlecht fühlen, wenn die endlich mal auf dem Sofa liegen.
00:03:06: Ja ganz wichtiger Punkt!
00:03:07: Und ich zum Beispiel liege ja gern auf dem SOFA.
00:03:10: Ja du
00:03:11: legst gerne und auch hervorragend auf dem sofa
00:03:14: bei Stegaf.
00:03:14: Ein wunderschöner Platz.
00:03:16: Ich danke dir weil der Unterschied ist ja auch einfach zu benennen.
00:03:20: Erholung dient den Leben.
00:03:24: Jetzt staunste ja?
00:03:25: Erholungen dient dem Leben und Bequemlichkeit umgeht das Leben.
00:03:31: Das ist eine coole Definition.
00:03:33: Sag doch bitte gerade noch.
00:03:35: Alles klar, dann fangen wir nochmal an!
00:03:37: Erholung dient dem Leben.
00:03:41: Bequemlichkeit
00:03:42: umgeht
00:03:43: das Leben.
00:03:45: D.h.,
00:03:46: du füllst bei der Erholungen auf damit auch wieder geben kannst und bei Bequemerigkeit weichst Du dem aus was gerade an Deine Tür klopft
00:03:56: Also was du tun solltest, was ansteht so an Aufgaben und so.
00:04:01: Ja
00:04:01: von außen sehen ja beide gleich aus.
00:04:04: Zwei Menschen liegen auf demselben Sofa.
00:04:07: bei dem einen ist es sich jetzt mal Heilung und beim anderen ist es eine Art Flucht.
00:04:14: Heilung versus Flucht.
00:04:15: also woran erkennst Du dann wer welcher vom beiden gerade ist?
00:04:22: Ganz einfach!
00:04:23: An dem Gefühl danach Also nach echter Erholung, dann stehst du doch auf und hast Lust.
00:04:30: Und nach Bequemlichkeit stehst Du auf und Hast so ein diffuses schlechtes Gewissen, dass Du sofort mit dem nächsten Ablenkungsmanöver überschleppst.
00:04:38: Das
00:04:38: ist perpétomobile Bequemerkeit ja!
00:04:42: Aber das ist doch ein sehr brauchbarer Prüfstein.
00:04:46: Ich will sogar noch eine zweite Abgrenzung machen.
00:04:50: Bequenlichkeit und Faulheit Das sind zwei verschiedene Dinge.
00:04:55: Na, jetzt erklär mal!
00:04:57: Also Faulheit ist total ehrlich.
00:05:01: Faulheid sagt ich habe keine Lust, Punkt und damit kann man arbeiten.
00:05:07: Und Bequemlichkeit dagegen ist viel raffinierter.
00:05:11: Sie sagt nie da ich hab keine Lust.
00:05:16: sie sagt der Zeitpunkt ist gerade ungünstig.
00:05:20: Die Bequemlichkeit sagt auch, ich informiere mich erst noch.
00:05:24: Sie sagt, ich warte noch auf ein besseres Angebot.
00:05:28: oder sie sagt, Ich bin gerade sehr eingespannt!
00:05:32: Ihr merkt die Bequemerigkeit hat schicke Kleidchen, die fast jeder abkauft.
00:05:38: Das heißt, Bequenlichkeit hat immer ein Argument.
00:05:42: Oh, oh...Bequenlichkeit hat hervorragende Argumente und genau deshalb Ist sie so schwer zu greifen?
00:05:50: Faulheit ist ein ganz klares Nein.
00:05:54: Und Becremlichkeit ist dieses mehr.
00:05:57: vielleicht, schauen wir mal und ein Vielleicht kannst du dein ganzes Leben lang aufrechterhalten!
00:06:04: Tja dann wird es ja schon wieder energetisch weil ein Vielleicht ist ja kein neutraler Zustand.
00:06:12: Ein Vielleicht bindet Kraft.
00:06:15: Und jedes offene vielleicht in deinem Leben, also die Entscheidung, die du seit acht Monaten vertagst.
00:06:21: Das Gespräch das du nicht wirst, die Rechnung die du nicht bezahlst oder schreibst.
00:06:25: Jedes einzelne davon hält einen Faden deiner Energie fest.
00:06:29: Ja und man merkt es aber nicht an Schmerz!
00:06:32: Man merkt ist als Müdigkeit... Oh
00:06:35: genau!
00:06:35: Als diese eigenartige Erschöpfung für die es keinen Grund gibt.
00:06:40: Du hast nichts getan und bist trotzdem leer.
00:06:43: Das ist keine Erschöpfung von der Arbeit.
00:06:45: Das ist die Erschöffung von hundert unentschiedenen Dingen, die im Hintergrund weiterlaufen.
00:06:50: Und Sie
00:06:50: belüsten ja auch diese hunderteunerledigten Dinge?
00:06:54: Die bringen eine ganz schöne Schwere in einen Rahmen.
00:06:57: Die arbeiten grundsätzlich im Hintergründ für Hintergrundprogramme im PC nicht empfehlenswert.
00:07:02: Genau!
00:07:03: Also ich versuche es mal mit meinen eigenen Worten sozusagen irgendwie so gut ich's einfach kann.
00:07:09: Die gesamte Schöpfungen ist Bewegung.
00:07:12: Es gibt ja dieses universelle Gesetz der Bewegung.
00:07:17: Und es gibt keinen einzigen Punkt, der jemals ruht – alles kreist, alles strömt!
00:07:24: Alles verwandelt sich fortwährend von den Planetenbahnen bis zu den Zellen in deiner Groß-CF.
00:07:31: Bewegung ist quasi so ein Grundzustand.
00:07:35: Ja und Bewegung als Grundzustands des Lebendigen?
00:07:38: Genau.
00:07:38: Und daraus folgt etwas... Ich möchte etwas sagen, ganz Unerbittliches.
00:07:43: Was sich der Bewegung entzieht?
00:07:45: Das zerfällt nochmal!
00:07:51: Ja das ist ja so wie wenn ein Bach solche Ausstülpungen hat und nicht mehr im Fluss ist.
00:07:56: was passiert mit dem Wasser.
00:07:58: Das fängt an zu stinken und geht kaputt.
00:08:02: Und dass es ja keine Strafe ist sondern schlichte Folge.
00:08:06: Eine logische Folge, ja und der
00:08:09: Mensch?
00:08:09: Ja, der Mensch ist im Gesamtgeschehen der Einzige, der sich freiwillig bremsen kann.
00:08:14: Also der Baum kann sich hier nicht entscheiden.
00:08:16: Der kann sich nicht entscheiden.
00:08:17: ich verzichte jetzt mal dieses Jahr auf Wachstum.
00:08:20: Genau!
00:08:21: Und das Herz kann nicht sagen heute mache ich blau aber der Mensch kann.
00:08:27: Und der Mensch hat den sogenannten freien Willen Und damit die Möglichkeit in einer Schöpfung, die vollständig aus Bewegung besteht stehen zu bleiben.
00:08:38: Das ist eine gewaltige Fähigkeit, die wir vielleicht nicht mal im Bewusstsein haben und dann auch noch viel zu wenig nutzen – unsere freie Entscheidungskraft!
00:08:49: Ja und mit dieser gewaltigen Fähigkeiten ihr Lieben kannst du soviel erreichen und sie hat auch einen Reis Wenn alles um dich herum in Bewegung ist und du bleibst stehen, dann bleibste ja nicht einfach nur gleich.
00:09:03: Du entfernst dich relativ zu allem anderen gehst du zurück.
00:09:09: Noch mal!
00:09:10: Das
00:09:12: war wirklich
00:09:12: wichtig!
00:09:13: Also Stillstand in einer bewegten Schöpfung ist Rückschritt.
00:09:18: Es gibt kein Halten der Position.
00:09:20: Die Position selbst bewegt sich.
00:09:22: Wir rauschen hier mit hunderttausend kmh durchs Weltall, also da bewegt sich einiges.
00:09:28: Die Erde kreist und allein die Erde glaube ich so mit knapp vierzig tausendkmh pro Sekunde unterwegs.
00:09:36: Also man könnte es im Prinzip dann auch so sagen Es gibt nur eine Richtung.
00:09:40: Ja genau.
00:09:41: Vorwärts,
00:09:42: also es geht entweder vorwärz oder rückschritt.
00:09:45: Es geht entweder Richtung Leben oder Richtung Absterben.
00:09:49: ja wenn du dich nicht bewegst Stürbst du automatisch ab?
00:09:54: Wer schon mal einen gebrochenen Arm hatte, der weiß das ganz genau.
00:09:58: Wenn der Arm ein paar Wochen eingegibt ist dann geht die Muskulatur zurück und du kannst gar nicht mehr richtig greifen.
00:10:06: also das ist dann schon direkt belohnt.
00:10:08: deshalb reicht es nicht einfach nichts zu machen oder nichts falsch machen zu wollen.
00:10:17: Genau deshalb, es gibt so viele Menschen wie stolz daraus sind nie etwas falsch gemacht zu haben.
00:10:23: Kennst du einen?
00:10:24: Und wenn du genauer hinschauest dann haben sie auch nie etwas gemacht.
00:10:28: Meine Oma hat immer gesagt wo man hobelt fallen Späne.
00:10:33: also wo man Hobelt da gibt's Abfall.
00:10:36: Da kann man auch etwas falsch machen, aber lieber etwas falschmachen wie gar nicht das was du kannst
00:10:41: sagen.
00:10:41: Genau und das Vermeiden von Fehlern und das Führen eines Lebens sind ja zwei sehr unterschiedliche Projekte.
00:10:48: Ja es gibt da einen zweiten Gedanken aus diesem... Aus dieser Grundidee hier die hier mit hineinspielen und zwar die Wechselwirkung.
00:10:59: Genau!
00:11:00: Und die ist im Business fast greifbar.
00:11:03: singemess Alles, was du aussendest, kehrt zu dir zurück.
00:11:08: Verstärkt durch das, was es auf dem Weg an gleichartige Mann sich zieht.
00:11:13: Das heißt und du hast bestimmt schon gehört, dass du erntest, was Du gesät hast mit Zinsen!
00:11:20: Oder vielleicht sogar Zinseszins?
00:11:22: Und jetzt kombiniere ich das bittchen bei Andreas mit Bequemlichkeit.
00:11:28: Also das wird interessant, denn wenn ich nichts aussende, kehrt ja auch nichts zurück.
00:11:35: und Bequemlichkeit ist kein neutraler Zustand in Konto.
00:11:39: Sie isst ein Konto auf das Nichts eingezahlt wird und dann steht der Mensch mit fünfzig da und sagt Das Leben hat mir nix gegeben.
00:11:49: Und die ehrliche Antwort lautet Es konnte nicht!
00:11:53: Es hatte nichts worauf es hätte antworten können.
00:11:58: Das ist hart.
00:11:59: Genau, das ist wirklich hart was du hier von mir gibst
00:12:02: und gleichzeitig eine unglaublich gute Nachricht denn wenn das Leben auf Bewegung antwortet dann brauche ich keinen Glücksfall.
00:12:09: Ich brauche eine Bewegung.
00:12:11: also das heißt du kannst dich entscheiden willst du dich bewegen oder willst du dir nicht bewegen?
00:12:16: Wenn du dich bewegst Hast du aufs Konto eingezahlt?
00:12:20: Wenn du nicht bewegst, dann kann auch nichts auf's Konto als Szenz- und Szenzess-Szenz zurückkommen.
00:12:25: Und ich kann ja sofort mit Bewegung anfangen!
00:12:27: Jetzt in diesem Moment oder in einer Stunde.
00:12:31: Der dritte Gedanke der mich persönlich am meisten begleitet ist die Selbstätigkeit.
00:12:37: Ja, Selbsttätigkeit das ist wunderschön.
00:12:40: Sinngemäß geht es darum dass geistige Reife nicht übertragbar ist.
00:12:46: Niemand kann sie dir schenken, denn niemand kann sich dir verkaufen und niemand kann Sie für dich erwerben.
00:12:53: Wie ich persönlich immer sage, wenn wir unsere Mantis begleiten – Wir sind Art Hebammen!
00:13:00: Wir können Dich begleit'n aber das Kind musst Du selber kriegen.
00:13:04: Das heißt du kannst Wissen geschenkt bekommen.
00:13:07: Erkenntnis musst Du Dir aber selber erwärmen.
00:13:11: Das musst Du selbst
00:13:12: erleben.".
00:13:13: Und das ist ja die Antwort auf das Fünfte, ich nutze jetzt mal ein Gebot aus unserer Nachricht.
00:13:20: Bitte vorgekaut!
00:13:24: Genau, vorgekraut.
00:13:25: Das geht bei Wissen.
00:13:27: Vorgekrauft geht aber bei Reife nicht.
00:13:30: Ich kann dir dreißig Minuten lang erklären wie Fahrradfahren funktioniert?
00:13:35: Gleichgewicht, Kreiselkräfte, Lenkingpuls... Du wirst danach kein Fahrrad fahren können.
00:13:41: glaubt mir du wirst umfallen müssen.
00:13:44: Und das Unfallen, das ist die eigentliche Lektion.
00:13:49: Alles andere ist quasi das Vorwort des Vorspiels.
00:13:52: Ja und wer sich das Umfallen ersparen will, spart sich das Fahrradfahren.
00:14:00: Das heißt kommt es nicht vorwärts im Leben, gell?
00:14:03: So dann nehmen wir uns jetzt mal eins vor, das Gebot Nummer Eins.
00:14:08: Es muss schnell gehen!
00:14:10: Genau und das ist jetzt das Gebot dass ich am besten verstehe weil selbst so gebaut bin.
00:14:17: Ich will Ergebnisse und ich will sie
00:14:19: gestern.".
00:14:19: Ja, aber was ist das Problem daran?
00:14:21: Ist doch okay!
00:14:22: Das Problem ist nicht das Tempo.
00:14:25: Das Problem is', dass Tempo-und Wachstum unterschiedlichen Uhren folgen.
00:14:31: Also es gibt Dinge die durch Beschleunigung besser werden eine Antwortmail ein Angebot eine Entscheidung.
00:14:38: und es gibt Dinge bei denen beschleunigung das Ergebnis zerstört.
00:14:43: Hast du da ein Beispiel?
00:14:44: Was kann eine Beschleunigung zerstören?
00:14:46: Klar, Vertrauen.
00:14:48: Breife.
00:14:49: Ein Team.
00:14:50: Eine Ehe.
00:14:52: Ein Fundament!
00:14:53: Du kannst kein Fundament gießen wenn du hastig bist.
00:14:59: Du kannst Beton nicht überzeugen schneller zu trocknen indem du wirtschaftlich argumentierst.
00:15:06: Das sind fantastische Beispiele, danke.
00:15:09: Ja ich stelle mir das gerade vor.
00:15:11: wie du auch einem Bett und Boden einredet, aus wirtschaftlicher Sicht muss man das so machen.
00:15:18: Und der reagiert halt einfach nicht.
00:15:20: Also
00:15:20: ich habe es versucht und das ging schlecht aus und im Business sieht das genauso aus.
00:15:25: also Menschen wollen in sechs Wochen eine Positionierung die sie sechs Jahre lang beschäftigen soll und dann wundern Sie sich dass sie nach vier Monaten nicht mehr dahinten stehen?
00:15:36: Ja und was ich dabei beobachte dass es muss schnell gehen, ist häufig gar kein Wunsch nach Tempo.
00:15:44: Es ist ein Wunsch das Aushalten also diese Zeit zu überspringen
00:15:51: und das ist ja die entscheidende Beobachtung.
00:15:54: Also zwischen diesem Entschluss und zwischen dem Ergebnis liegt eine Art Strecke auf der man einfach nichts sieht.
00:16:02: Da wächst etwas unterirdisch, da wächst was im nicht-sichtbaren Bereich.
00:16:07: Und diese Strecke dieses Aushalten ist unangenehm und viele Menschen suchen kein schnelleres Ergebnis.
00:16:16: Sie suchen einen Weg um diese unangenäme Zeit des Aushaltens herum?
00:16:22: Ja!
00:16:23: Und ihr Lieben es gibt keinen.
00:16:26: Es gibt nur Anbieter die behaupten es gäbe einem.
00:16:30: Oh ja?
00:16:31: Aber das prüfe bitte jeder selber.
00:16:33: und des Geboten Nummer zwei heißt, es darf bittchen nix kosten.
00:16:39: Oh hier muss ich vorsichtig sein weil wir selbst Anbieter sind und dass schnell nach Eigeninteresse klingt.
00:16:45: Also dann sprechen wir einfach über dieses Prinzip ohne jetzt Überpreise zu sprechen okay?
00:16:50: Ja
00:16:50: gut!
00:16:50: Das passt, das Prinzip lautet Der Einsatz erzeugt die Verbindlichkeit Und das gilt Völlig unabhängig von Geld.
00:17:03: Ich kenn Menschen, die für ein Seminar viel bezahlt und nichts umgesetzt haben.
00:17:08: Kenne ich auch?
00:17:09: Ja!
00:17:09: Und ich kenne Menschen, der ein kostenloses Video gesehen hat und ihr Leben umgebaut habe.
00:17:14: Kennte ich auch.
00:17:16: Also ist Geld auf jeden Fall nicht das Thema.
00:17:20: Geld ist eine der Währungen – da gibt es drei.
00:17:23: Geld, Zeit und Selbstüberwindung Falls du es aufschreibst, Geld, Zeit und Selbstüberwindung.
00:17:29: Und mindestens eine davon musst du einsetzen damit etwas passiert.
00:17:34: wer alle drei auf Null halten will bekommt konsekenterweise Null.
00:17:40: Das ist aber ne coole Formel.
00:17:42: Danke dir!
00:17:43: Du kannst sie umdrehen.
00:17:44: Wenn du dich fragst warum ein Bereich deines Lebens seit Jahren gleich aussieht dann frag nicht nach dem Grund Frag was habe ich dort tatsächlich eingesetzt?
00:17:55: Zeit, Geld oder Selbstüberwindung.
00:17:58: Was von den drei?
00:18:00: Und meistens ist die Antwort ehrlicherweise gute Absicht.
00:18:03: Das ist aber weder Zeit, Gelb noch Selbstüberwinderung.
00:18:08: Es sind keine Währungen!
00:18:10: Also eine gute Absucht ist keine Wärmung und zählt nicht aufs Konto ein.
00:18:16: Ja und dann ist das Gebot Nummer Drei der Bequemlichkeit bewege.
00:18:20: Bewegen möchte ich mich bitte nicht.
00:18:23: Genau, bewegen möchte sich nicht und damit ist ja beides gemeint körperlich und innerlich.
00:18:29: Also fangen wir doch einfach mal beim Körperlichen an weil das meiner Meinung nach wirklich der unterschätzte Teil ist
00:18:36: absolut unterschätzt.
00:18:37: es gibt ja keinen Zustand von innerer Weite in einem Körper der seit vierzehn Stunden dieselbe Haltung hat.
00:18:45: Das ist jetzt keine Esoterik.
00:18:47: dein Nervensystem liest deine Körperhaltung und leitet daraus deinen Zustand an.
00:18:53: Sind du zusammengefaltet, meldet der Körper nach oben – wir sind im Rückzug!
00:18:58: Und dein Denken passt sich dieser Meldung
00:19:00: an.".
00:19:04: Ich habe auch wirklich festgestellt, dass ich seltenst wenn ich am Schreibtisch saß die besten Ideen empfangen hab.
00:19:12: Das ist immer, wenn ich irgendwie in Bewegung
00:19:14: war.
00:19:14: Genau!
00:19:14: Die sind zu Fuß entstanden bei mir auch, bei fast allen Menschen, die ich frage und das ist sogar neurologisch beschreibbar Wenn dein Gehirn keine Aufgabe zu bearbeiten hat schaltet es in ein bestimmtes Netzwerk um die vorher nicht verbunden waren.
00:19:35: Und das ist die Werkstatt für Einsichten!
00:19:38: Das heißt, dieses Netzwerk
00:19:41: braucht
00:19:42: Leerlauf?
00:19:43: Dass es nicht permanent gefüllt ist – es braucht Leeralauf!
00:19:46: Definitiv und Leerlauf ist heute das seltenste Gut überhaupt weil jede Lücke von einem Bildschirm gefüllt wird.
00:19:54: der Aufzug, die Kassenschlange, die zwei Minuten Wartezeit alles so gespachtert.
00:20:00: Und genau in diesen Lücken hätten die Antworten gewohnt, die du seit Monaten suchst.
00:20:07: Das ist die bitterste Ironie der Bequemlichkeit!
00:20:11: Sie klaut dir die Momente, in denen die Lösung entstehen konnte.
00:20:17: Genau und dann kommen wir gleich zur inneren Bewegung und die ist noch anspruchsvoller Denn innere Bewegung heißt, ich lasse eine Überzeugung sterben die mir lange gute Dienste geleistet hat.
00:20:31: Ja und das ist echte Arbeit?
00:20:33: Das ist die ordentliche Arbeit!
00:20:35: Und es gibt Menschen mit sehr durchtrainierten Körpern und vollständig unbewegtem Innenleben.
00:20:42: Die haben eine Wettanschauung von
00:20:50: Ok, dann gehen wir weiter zum Gebot Nummer vier was unser Kunde hier wollte.
00:20:58: Nämlich eine Herausforderung möchte ich mich nicht so gerne stellen.
00:21:05: Hier liegt für mich der ernsteste Punkt des ganzen Themas weil eine vermiedene Herausforderung verschwindet.
00:21:16: Ja,
00:21:17: sie
00:21:18: wartet
00:21:18: und wartet!
00:21:19: Und während des Wartens wächst Sie an?
00:21:22: Das Gespräch das Du heute führen könntest dauert zwanzig Minuten und ist unangenehm.
00:21:27: Dasselbe Gespräche in zwei Jahren dauert zwei Jahre und kostet eine Beziehung.
00:21:32: Ich habe dafür ein Bild, dass ich sehr gerne hier jetzt mal teilen mag.
00:21:37: die Herausforderungen, die du umgehen wirst oder umgehen willst, kommt beim nächsten Mann in einer noch viel größeren Größe bei dir an.
00:21:47: Ja und irgendwann kommt sie in eine Größe, in der du keine Wahl mehr
00:21:50: hast.
00:21:51: das nennen die Menschen dann Schicksalsschlag und in vielen Fällen war es nur eine Reihe von zwölf kleinen Einladungen, die alle abgelehnt wurden.
00:22:01: Das finde ich ist ein sehr ernster Gedanke.
00:22:05: Ja, wie oft hören wir?
00:22:06: Das war ein Schicksalsschlag der mich schwer getroffen hat.
00:22:09: Wenn du vor jahrelang oder monatelang geträumt hast und dich quasi das Thema umschieft hast dann kommt es legen und klopft eben ein bisschen härter
00:22:18: an.
00:22:19: Und er ist ernst.
00:22:20: ja!
00:22:20: Ich will den auch nicht abmildern aber ich will die andere Seite dazu sagen wenn Herausforderungen in Stufen kommen dann heißt das auch dass du jetzt gerade vermutlich auf einer sehr niedrigen Stufe stehst.
00:22:35: Und die kannst du nehmen, heute!
00:22:38: Bei der niedrigsten Stufe ist der Preis lächerlich klein im Vergleich zu dem was sie dir erspart.
00:22:46: Also es heißt ja nicht umsonst was du heute kannst besorgen verschiebe nicht auf morgen.
00:22:52: Da hilft der Volkswund und die Kalendersprüche.
00:22:54: Genau!
00:22:55: Und das Gebot Nummer fünf, dass letzte dieser fünf Gebote serviert werden soll es mir bitte fertig am liebsten mundgerecht und vorgekaut?
00:23:05: Das haben wir eigentlich schon beantwortet mit dem Gedanken der Selbsttätigkeit.
00:23:09: ich möchte trotzdem noch etwas dazu sagen weil es unsere ganze Branche betrifft.
00:23:13: Na dann mal raus damit.
00:23:15: Okay Es gibt einen riesigen Markt für vorgekautes Zwölfschütte Neun Templates, die fertige Strategie zum Download.
00:23:25: Und das ist alles nicht schlecht als Landkarte!
00:23:29: Eine Landkart ist wunderbar – sie ersetzt nur das Gehen nicht.
00:23:34: Ja und die Verwechslung von Landkarten und Weg ist eine Lieblingsverwechsung unserer Zeit?
00:23:41: Ja Menschen haben zwei hundert Stunden Podcast gehört, sechs Bücher gelesen drei Kurse gekauft und noch nie eine einzige unbequeme Handlung vollzogen.
00:23:53: Und sie fühlen sich wie auf dem Weg, das ist der Grund warum wir am Ende dieser Folge eine Aufgabe stellen sonst wären wir Teil des Problems.
00:24:05: So ich möchte jetzt an dieser Stelle mal eine Geschichte erzählen weil das Thema sonst irgendwie so abstrakt bleibt.
00:24:12: ein Klient der Details verändert hat.
00:24:16: Also bitte schön, bin ich gespannt.
00:24:17: Es war ein Mann hervorragend in seinem Handwerk und seit elf Jahren selbstständig.
00:24:23: Er kam mit dem Satz Ich brauche einfach mehr Kunden!
00:24:28: Und nach zwanzig Minuten war ganz klar dass er eigentlich genug Kunden hatte aber er hatte zu niedrige Preise.
00:24:37: Oh das ist ein Klassiker.
00:24:39: Absoluter Klassicker.
00:24:41: und jetzt kommt es Interessante.
00:24:43: Er wusste es sogar, dass seine Preise zu niedrig sind.
00:24:48: Er hatte sich das sogar ausgerechnet!
00:24:50: Er hatte eine feinsäuberliche Tabelle erstellt.
00:24:54: Er hat drei Jahre lang eine Tabelle.
00:24:58: So und was fehlte?
00:25:00: Ja, die Bewegung.
00:25:03: Eine einzige unangenehme Bewegung nämlich den neuen Preis in einem Gespräch einfach auszusprechen zwischen der Antwort auszuhalten.
00:25:16: Ja, also die Stille danach ist der ganze Punkt?
00:25:20: Die Stille nach ist der einzige Punkt bei diesem Handwerker gewesen.
00:25:27: und wo sind wir anschließend hingegangen, wo diese Stille unerträglich wurde?
00:25:32: und da lag ein Satz auf seiner Kindheit Sein Vater hatte über Menschen, die über Geld verfügen immer einen bestimmten Unterton gehabt.
00:25:42: Er war nicht böse aber mit einem Hauch von Verachtung.
00:25:46: und dieser Junge der das damals gehört hat, hat entschieden ohne es wirklich bewusst bemerkt zu haben oder bewusst kreiert zu haben Ich bleibe doch lieber auf der guten Seite.
00:25:58: Also so, nach dem Motto Menschen mit Geld sind die schlechten
00:26:02: Menschen.".
00:26:03: Und dann verlangst du elf Jahre lang zu wenig Geld um weiter zu einem Mann zu gehören, der schon lange tot
00:26:10: ist?
00:26:10: Ja und genau das!
00:26:13: Und deshalb war seine Bequemlichkeit gar keine Trägheit sie war Loyalität zu seinem Vater.
00:26:22: Das ist jetzt ein richtiger Zwischengedanke Und ich möchte da einen Moment bleiben.
00:26:28: Wenn wir heute über Bequemlichkeit als größten Feind sprechen, dann meinen wir keine Charakter-Schwechen.
00:26:35: Fast jede Bequemerlichkeit die ich in echten Menschen gesehen habe war ein Schutz der einmal sinnvoll war.
00:26:44: Ja!
00:26:44: Der Schutz ist geblieben aber die Gefahr ist gegangen Und das Verhalten ist nach wie vor gleich geblieben.
00:26:52: Und dass es doch eine liebevollere Sicht ohne dabei weich zu werden, denn die Konsequenz bleibt dieselbe.
00:27:00: Der Schutz kostet ihn weiterhin jeden Monat Geld unabhängig davon, wie verständlich er ist!
00:27:08: Und wie ist das ausgegangen?
00:27:09: Sag mal...
00:27:10: Wie sagst du?
00:27:12: Also ... Er hat den Preis erhöht um sechzig Prozent.
00:27:17: Das ist eine ganz, ganz ordentliche Hausnummer.
00:27:20: Sechzig prozent hat er den Preis erhöht.
00:27:22: Er hat zwei Kunden dadurch verloren und einen davon nach drei Monaten wiederbekommen.
00:27:29: Der ist wieder zu ihm zurückgekommen!
00:27:31: Und der hat mit diesem einen Satz geschrieben, den ich sehr mag... Er hat geschrieben das schlimmste war nicht das Gespräch.
00:27:40: Das Schlimmste war zum merken dass sich es hätte vor acht Jahren schon tun können.
00:27:47: Überlege man sich, wie viel Kapital ihm einfach durch die Hände geflossen ist?
00:27:53: Weil er seinem Vater dem Gedankengut seines Vaters treu geblieben war mit einer falschen
00:28:02: Absicht.".
00:28:03: Und das ist ja der wahre Preis der Bequemlichkeit!
00:28:06: Sie kostet dich selten das was du befürchtest sie kostet Dich Zeit und Zeit is doch die einzige Währung bei des keine Nachbestellung gibt.
00:28:16: Ja, was sie außerdem kostet und da sieht man in Zahlen nicht ist die Selbstachtung.
00:28:21: Oh ja, spricht das mal aus Monika?
00:28:23: Ja weißt du jedes Mal wenn Du Dir selbst etwas versprichst und es dann umgehst oder nicht erfüllst verliert Dein Wort bei Dir selbst an Gewichtung Und irgendwann glaubst Du Dir selber nicht mehr.
00:28:37: Deine Unterbewusstsein sagt ah dem brauchst Du sowieso nicht glauben.
00:28:40: und ein Mensch der sich selber nicht mer glaub kann sich nichts mehr vornehmen, weil er in dem Moment des Vornehmens schon weiß dass es nicht mehr gilt.
00:28:52: Das ist hart!
00:28:53: Und das ist ja der stille Zusammenbruch den niemand von außen sieht.
00:28:59: und der umgekehrte Weg ist genau derselbe Mechanismus.
00:29:04: kleine gehaltene Versprechen bauen das Vertrauen zu dir selbst wieder auf.
00:29:12: Ist es so viel mächtiger, als es nach außen hin aussieht?
00:29:16: Es geht nicht um die Wirkung der Handlung, die du vollziehst.
00:29:20: Es geht um die Willkung des Wortes, dass du selbst vor dir gehalten hast – dieses Commitment, das du mit dir geschlossen hast!
00:29:31: Jetzt, Monika, müssen wir aber was ansprechen, sonst richtet diese Podcast-Folge Schaden an.
00:29:36: Ich weiß schon, was du meinst.
00:29:38: Genau Es hören uns ja Menschen zu, die kurz vor dem Unfall sind.
00:29:42: Die seit Jahren so viel machen und wenn sie jetzt vierzig Minuten hören das Bequemlichkeit der Feind ist dann legen Sie noch eine Schippe drauf und landen in der Erschöpfung.
00:29:55: Für diese Menschen gilt eine andere Reihenfolge.
00:29:59: für die erschöpften Menschen ist Ruhe die unbequemste Bewegung die es überhaupt gibt.
00:30:06: Oh ja, sagt das bitte noch mal!
00:30:08: Das ist wichtig?
00:30:10: Also wenn deine Identität am... ich muss Leistung bringen hängt dann ist nichts tun eine echt harte Arbeit Dann ist der Nachmittag ohne Aufgabe die eigentliche Herausforderung und dann ist ruhig genau die Bewegung um die es in dieser Folge geht.
00:30:34: Also ist die Frage nicht, bin ich fleißig genug?
00:30:38: Die Frage ist, weiche ich gerade etwas aus?
00:30:42: und diese Frage ist bei jedem Menschen an einer anderen Stelle.
00:30:46: Bei dem einen liegt das Ausweichen auf dem Sofa und beim anderen liegt es in der Arbeit weil Arbeit hervorragend geeignet ist ein Gespräch mit sich selbst zu vermeiden oder selber in die Tiefe zu gehen, sich selber mal nachspüren.
00:31:03: Der Workaholic ist häufig der bequemste Mensch im Raum – er weicht der Stille aus.
00:31:14: Und deshalb ist die einzig brauchbare Frage eigentlich eine ganz einfache, wovor drücke ich mich?
00:31:24: Und diese Frage ist so unbestechlich weil du die Antwort immer sofort weißt.
00:31:30: Ja, das stimmt!
00:31:32: Bei der Frage gibt es keine Bedenkzeit.
00:31:35: Es gibt nur diese Kunde in der dir etwas einfängt und die halbe Sekunde danach, in der du es wegschiebst.
00:31:45: Und in dieser einen Sekunde liegt die ganze Entwicklung eines Menschen.
00:31:53: Dann werden wir konkret wie versprochen, weil wir keine weitere Folge produzieren wollen die man hört und dann angenehm berührt weglegt.
00:32:01: Also ich fange jetzt mal mit dem Einfachsten an!
00:32:03: Die zwei Minutenregel, die viele kennen und fast niemand macht sie.
00:32:09: also alles was unter zwei Minuten dauert wird sofort erledigt.
00:32:13: kein Zwischenspeicher keine Liste tun sofort tun
00:32:18: ja und der Grund ist kein Effizienzgrund sondern
00:32:22: Der Grund ist ein energetischer Grund.
00:32:25: Jede aufgeschobene zwei Minuten Sache bindet quasi einen Faden und vierzig solche Sachen, du bist müde ohne wirklich etwas getan zu haben!
00:32:37: Ich glaube das kennen wir alle oder?
00:32:40: Ja und mein Impuls ist ein anderer und er ist unbequemer.
00:32:44: ich nenne ihn die eine Sache genau.
00:32:47: Du beantwortest jetzt in dieser Minute eine Frage Welche eine Handlung schiebst du am längsten vor dir her?
00:32:56: Gefragt ist hier ausdrücklich die Längste, keineswegs die Wichtigste.
00:33:01: Und die Lengste ist immer die Entscheidende!
00:33:05: Ja, immer weil das Alter einer Aufschiebung dir verrät wie viel dort gebunden ist.
00:33:14: also etwas dass du seit drei Tagen vermeidest ist deine Aufgabe, etwas das du seit vier Jahren vermeidst ist ein Thema.
00:33:23: Und was macht man mit so einer Sache?
00:33:25: Was würdest du empfehlen, Andreas?
00:33:27: Man macht sie nicht komplett – das ist der Trick und er ist wichtig!
00:33:32: Man macht die erste sichtbare Bewegung bei einem Gespräch, die Terminanfrage, bei einem Text die Erste Zeitung, bei einer Rechnung den Umschlag öffnen bei einer Preiserhöhung den Satz einmal laut aussprechen alleine im Auto.
00:33:51: Der Satz im Auto ist
00:33:52: gut, das
00:33:53: ist gut!
00:33:54: Ja weil der Satz dem Auto es unterschätzt.
00:33:56: ja dein Herfensystem unterscheidet beim ersten Mal kaum zwischen Übung und Ernstfall.
00:34:02: wenn du den unangenehmen Satz zwölfmal allein ausgesprochen hast ist er im Ernst Fall dein Dreizehnter und der Dreizehn ist ein völlig anderer Satz als der erste.
00:34:13: Ich möchte sogar noch einen dritten Impuls dazu geben, einen körperlichen, weil wir über das Nervensystem gesprochen haben.
00:34:21: Und vor jeder Handlung die dir unangenehm ist, sechzig Sekunden langsam atmen mit betont langer Ausatmung und die Aufmerksamkeit während des Ausatmens in den Brustkorb oder auf dem Brustkorb richten in der Forschung als Herzkurrenz beschrieben wird, was wir auch im Rahmen von unserer Ausbildung nahebringen und beibringen.
00:34:51: Erzähl doch mal, was passiert dabei?
00:34:53: Na ja!
00:34:53: Der Herzrhythmus wird gleichmäßiger das Zusammenspiel zwischen Herz- und Gehirn wird geordnet und die Alarmbereitschaft also dieses ständig im Stress stehen das singt praktisch heißt es du gehst in ein Gespräch aus einem Zustand von Ruhe, Übersicht statt in einem Zustands von Angriff und Verteidigung zu sein.
00:35:19: Und das ist wichtig!
00:35:20: Das Ergebnis ist natürlich dementsprechend.
00:35:23: Der Unterschied ist im Ergebnis riesig, weil der andere Mensch deinen Zustand mitliest.
00:35:29: Er hört den Satz und er spürt den Zustand – und geglaubt wird immer dem Zustand.
00:35:37: Man kann auch hier vom energetischen Echo in der alltäglichsten Form sprechen.
00:35:42: Sehr fein formuliert und deshalb ist Bewegung im energetischen Sinn eben mehr als Aktivität, es geht um die Bereitschaft in einen Zustand zu gehen den du noch nicht kennst.
00:35:54: das ist die eigentliche Definition.
00:35:56: Sag's doch nochmal!
00:35:58: Das
00:35:59: war gut.
00:36:00: Bewegung heißt bereit sein morgen ein anderer zu sein als heute.
00:36:07: alles andere ist Betrieb.
00:36:10: Dann, wenn ich auf die Zeit zu schaue würde ich sagen, kommen wir jetzt zum Ende Andreas.
00:36:16: Einsatz bitte!
00:36:18: Dann nochmal zum Anfang zurück.
00:36:19: Bequemlichkeit ist der freundlichste Feind den du je haben wirst.
00:36:25: Sie schreit nie sie zwingt dich zu nichts.
00:36:29: sie fragt dich immer nur willst Du das wirklich heute machen?
00:36:34: und sie stellt diese Frage jeden Tag mit derselben Freundlichkeit bis das Leben vorbei
00:36:40: ist.
00:36:41: Und da fällt mir doch gerade noch Prof.
00:36:44: Dr.
00:36:44: Viktor Frankl aus der Lobotherapie ein, der einen Satz geprägt hat, der mir auch wirklich sehr hängen geblieben ist – muss ich mir von mir denn alles gefallen lassen?
00:36:57: Kann ich nicht stärker in dem Fall hier wie die Bequemigkeit
00:37:02: sein?".
00:37:03: Und deswegen die Aufgabe für diese Woche.
00:37:06: ganz konkret eine Sache!
00:37:09: die, die am längsten wartet.
00:37:13: Und davon nur die erste sichtbare Bewegung heute noch!
00:37:20: Vielleicht fängst du gleich jetzt an und dann schreib uns doch bitte wenn ihr mögt was es war?
00:37:25: Uns interessiert das nämlich sehr weil wir daraus lernen wo die Menschen tatsächlich festhängen
00:37:32: also wirklich hängen.
00:37:34: und weißt du was?
00:37:35: ich hol mir jetzt einen neuen Kaffee
00:37:37: Was machst du?
00:37:38: Und ich setze jetzt mal die erste Bewegung.
00:37:41: Wir sehen uns beim nächsten, wir hören uns bei dem nächsten Podcast.
00:37:44: Pott und Pott!
00:37:45: Wir sind für dich da.
00:37:47: Tschüss.
00:37:47: Alles Liebe.
00:37:48: Mach's gut.
00:37:49: Bis bald.
00:37:49: Ciao.
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